GNUW

Mißverständlicher Artikel in der Segeberger Zeitung vom 3. Mai 2008

Holger Bischoff

Groß Niendorf (ger) - Am 3. Mai 2008 erschien in der Segeberger Zeitung ein Artikel mit der Überschrift "Wählergemeinschaft GNUW will ein richtiges Gewerbegebiet für Groß Niendorf schaffen". So wie das wiedergegeben wurde, ist es nicht ganz richtig.

Die Vorgeschichte: Da ich - beruflich bedingt - über relativ gute Beziehungen zur Presse verfüge, hatte ich der Segeberger Zeitung folgenden vorbereiteten Text mit Fotos der GNUW-Direktkandidaten gemailt und gebeten, ihn so oder ähnlich zu veröffentlichen:


Die Demokratie lebt in Groß Niendorf

Mit Entsetzen liest man, dass es bei den Gemeinde- und Kreiswahlen am 25. Mai 2008 in immer mehr Dörfern zu 'Einheitslisten' kommt. In einem Ort mit 1.500 Einwohnern zum Beispiel gelingt es mal nur der einen, mal nur einer anderen Partei ausreichend Kandidaten zu nominieren, um bei der Wahl anzutreten. Verhältnisse, unter denen die Bürger der DDR Jahrzehnte gelitten haben, wiederholen sich in anderer Form in Schleswig-Holstein: eine Partei bestimmt, wer regieren wird, ganz gleich, ob man zur Wahl geht oder nicht!

Eine der Ursachen liegt sicher in der Politikverdrossenheit, eine andere, dass immer weniger Bürger bereit sind, Ehrenämter zu übernehmen. Die Wahlbeteiligung bei den letzten Gemeinde- und Kreiswahlen am 2. März 2003 betrug landesweit gerade mal 54,5 Prozent! Es ist zu befürchten, dass sie noch weiter sinkt.

Anders in Groß Niendorf (rund 630 Einwohner), denn dort treten gleich drei Wählergemeinschaften gegeneinander an. Jede von ihnen hat es geschaftt, mindestens neun Kandidaten zu nominieren! Wo liegt das 'Geheimnis'? In Groß Niendorf haben Parteien keine Chance! Alle Bewerber haben nur das Gemeinwohl des Dorfes im Sinn. Keiner muss sich an irgendwelche Parteivorgaben halten. Keine der Wählergemeinschaften tendiert zu irgendeiner Partei. Alle sind 'bunt' zusammengesetzt.

Zu 'erben' gibt es in Groß Niendorf auch nichts, denn die Gemeinde gehört zu einer der wenigen im Lande, wo nicht einmal Sitzungsgelder bezahlt werden!

Seit 1985 bemüht sich die Absolut unabhängige Wählergemeinschaft Groß Niendorf (GNUW) um die Gunst der Wähler. Spitzenkandidat 2008 ist wieder Bankkaufmann Peter Ehlers. Zu seinem Team gehören Immobilien-Fachwirt Manfred Kluckert, Bankkauffrau Dörte Bruhn, Landschaftsgärtner Christian Stöhr und nicht zuletzt Landwirt und Rentner Hinrich Fölster.

Wenn die Demokratie auch in einigen Dörfern gefährdet ist: In Groß Niendorf lebt sie!

Aufgrund dieses Textes wurde ich von der Redaktion der Segeberger Zeitung angerufen und zu weiteren Themen befragt. In dem Zusammenhang wollte man auch wissen, wie die GNUW zum geplanten Gewerbegebiet steht, das sie in der Gemeindevertretersitzung vom 6. März 2008 abgelehnt haben. Ich habe dem Redakteur erklärt, dass wir gegen diese Form eines Gewerbegebiets sind, da erstens die Grundstücke für "richtiges" Gewerbe zu klein sind und wir zweitens nach kein Gewerbegebiet gesehen haben, in dem der Wendehammer für LKW mittendrin als Kreisverkehr angelegt ist, so dass LKW von den am Ende liegenden Grundstücken rückwärts wieder rausfahren müssen!

Die GNUW ist nicht grundsätzlich gegen ein Gewerbegebiet aber gegen diese Planung, die den Namen "Gewerbegebiet" nicht zu Recht trägt. Unsere Aussage: Wenn schon ein Gewerbegebiet - dann richtig! Dann war in der Zeitung zu lesen: "Zum Ziel gesetzt hat sich die Wählergemeinschaft, das geplante Gewerbegebiet an der Bundesstraße 432 einzurichten. Aber so, dass die Grundstücke auch groß genug für Firmen sind und nicht ein verkapptes Wohngebiet daraus wird." Das ist richtig, aber die Überschrift des Zeitungsartikels erweckte den Eindruck, als ob die GNUW ein riesiges Gewerbegebiet will - und das ist schlichtweg falsch!

Abschließend noch ein paar Sätze zur Wahl

Im Hamburger Abendblatt war am 21. Mai 2008 zu lesen, dass es diesmal in 303 Dörfern nur eine Liste gibt! "In mehr als jeder vierten Gemeinde steht der Sieger schon fest. In 300 Dörfern (alle unter 2000 Einwohner) der 1089 Städte und Gemeinden kandidiert nur eine einzige Wählergemeinschaft. In drei weiteren Orten ist die CDU konkurrenzlos."

In Groß Niendorf ist das zum Glück anders! Hier haben Sie die Wahl! Drei Wählergemeimschaften sind angetreten, jede will für Groß Niendorf sicher das Beste. Parteien brauchen wir hier nicht! Lassen Sie den berechtigten Frust gegenüber Politikern nicht an den Wählergemeinschaften aus! Nehmen Sie Einfluss auf das Geschehen, denn hier können Sie es noch.

Nutzen Sie Ihre 5 Stimmen, um die Zusammensetzung der Gemeindevertretung selbst zu bestimmen! Der Trend zu Einheitslisten muss gestoppt werden! Ausführliche Informationen zu den Kandidaten der Wählergemeinschaften finden Sie auf dieser Webseite.

Holger Bischoff (Initiator der Internetpräsenz Groß Niendorfs)

(aktuell bis 25.05.2008 - der Artikel wurde 1597 x aufgerufen)


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Rechtliche Hinweise

Die Webseite wurde von mir als Journalist im Jahr 2001 entworfen und online gestellt. Es bestand großer Bedarf an Informationen über den berühmten, im Dorf geborenen Maler Christian Rohlfs. Eine offizielle Webseite für Groß Niendorf war noch nicht in Sicht. Heute betrachtet die Gemeinde sie gern als offizielle Homepage des Dorfes. - Alle Fotos dienen nur Informationzwecken und werden nicht gewerblich genutzt.

Holger Bischoff

 

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In Silber ein blauer Wellenbalken und Bauernhaus mit Pferdeköpfen, roter Mauer und Fachwerk. Darunter ein Birkhahn mit schwarzem Gefieder, silbernen Schwanzfedern und roter Kopfzeichnung.

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2017 erhielt Groß Niendorf eine eigene offizielle Flagge.

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