GNUW

Antrag zur Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplanes

Für Planungsraum III Sachthema Windenergie - Gemeindegebiet Groß Niendorf

Die GNUW (Absolut unabhängige Wählergemeinschaft Groß Niendorf) hat dem Bürgermeister ihren Antrag vom 16. Juni 2017 zur Einwohnerversammlung und Gemeindevertreter-Sitzung am 21. Juni zukommen lassen:

Sehr geehrter Herr Fahrenkrog,

das Land Schleswig-Holstein hat seinen Entwurf zur künftigen Nutzung von Windenergie in unserem Bundesland vorgelegt. Allen Kommunen und Bürgern ist bis zum 30.06.2017 Gele-genheit gegeben, zu den Vorstellungen der Landesplanung Bedenken geltend zu machen sowie Änderungsvorschläge zu äußern.

Derzeit sind in unserem Gemeindegebiet keine Vorranggebiete für Windenergienutzung vor-gesehen.

Gleichwohl sind nun laut Planentwurf im Gemeindegebiet - und überlappend in angrenzen-den Nachbargemeinden - plötzlich mehrere Potenzialflächen für Windenergienutzung aus-gewiesen, die unseren Ort im Falle der Realisierung regelrecht "einmauern". Diese total veränderte Neueinschätzung ist für uns logisch nicht nachvollziehbar, zumal auch eine an die Fläche PR3_STO_004 (Travenbrück-Neverstaven) anschließende Nutzung für drei Windräder bislang nicht genehmigt wurde und in der Vergangenheit nur auf dem an PR3_STO_004 anschließenden Areal diskussionsfähig war.

Es ist wohl davon auszugehen, dass im Bedarfsfall die nun im Entwurf enthaltenen bisheri-gen Potenzialflächen als Vorranggebiet eingestuft würden.

Wir sind für die Nutzung regenerativer Energien und befürworten weiterhin die Nutzung von Windkraft. Unabhängig davon wollen wir rechtzeitig auf nach unserer Meinung unverzichtba-re Dinge hinweisen, damit diese bei den weiteren Planungen Berücksichtigung finden.

Wir fragen uns, ob Menschen in Einzelhäusern bzw. Streusiedlungen weniger schützenswert sind als solche, die in einer Ortslage wohnen!

Die Bürger der Außenbereiche Traden und Langenhorst sind, wenn die Potenzialflächen plötzlich Vorranggebiete werden, besonders hart getroffen. Sie wären rundherum im Abstand von 400 Metern von Windrädern eingekreist. Die visuell wahrnehmbare Umklammerung wäre allgegenwärtig!

Selbst die Abwägungskriterien des Entwurfes sprechen von einem hohen Konfliktrisiko, weil Siedlungsflächen weitläufig umfasst sind und praktisch abgeriegelt werden.

Hinzu kommt, dass im Bereich Traden seit Jahren mindestens zwei Kranichpaare erfolgreich brüten. Auch wenn im unmittelbaren Umfeld dieses Ortsteiles kein Horst eines Rotmilans bekannt ist, ist der Milan dort regelmäßig am Himmel zu beobachten.

Bei den Planungen unserer Gemeinde zur Ausweisung von Baugebieten wurde uns immer wieder der Regionalplan und der zu beachtende "Grünzug" vorgehalten. Dieses Argument spielt aber offenbar bei dem nun vorgestellten Entwurf zur Landesplanung keine Rolle mehr.

Wir rechnen aufgrund der Äußerungen der verschiedenen Interessenvertreter nicht damit, dass das Land Schleswig-Holstein seine bisherige Abstandsregelung noch verändern wird. Davon ist trotz angeblicher Überlegungen der neuen Landesregierung zu diesem Thema wohl bis auf weiteres auszugehen.

Wenn die Bürger neu zu errichtende Windkraftanlagen akzeptieren sollen, wird es aus unserer Sicht erforderlich, die erlaubte Gesamthöhe der Anlagen zu reduzieren.

Wir stellen deswegen den Antrag, die gemeindliche Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplanes so abzufassen, dass die Höhen von Windenergieanlagen in künftig auszuweisenden Vorranggebieten abhängig zu machen sind von der Entfernung zur nächsten Wohnbebauung.

Dies würde z.B. folgende Höhenbegrenzung für die Anlage bis zur Rotorspitze bedeuten:

  1. 400 m Abstand = 40 m Anlagenhöhe;
  2. 600 m Abstand = 60 m Anlagenhöhe;
  3. 800 m Abstand = 80 m Anlagenhöhe;
  4. 1.500 m Abstand = 150 m Anlagenhöhe;
  5. 2.000 m Abstand = 200 m Anlagenhöhe.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Ehlers
Fraktionssprecher


Anlage:

Kartenausschnitt mit Potenzialflächen für Windenergienutzung

(aktuell bis 21.06.2017 - der Artikel wurde 1289 x aufgerufen)


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