Segeberger Zeitung

Dorfabend in Groß Niendorf war dreimal ausverkauft (04.04.2016)

Ehrung verdienter Bürger zum Auftakt - Langer Applaus für die Theatergruppe

Groß Niendorf (awi) - Spaß haben, ein Gemeinschaftsgefühl erleben und verdiente Bürger ehren - diesen Dreiklang boten drei Dorfabende in Rickerts Gasthof.

Diese Abende gibt es seit 1982, und seit 1987 tritt die niederdeutsche Theatergruppe mit Friedrich Hamburg in unterschiedlicher Besetzung auf. "Wir üben immer ab Januar an etwa 25 Abenden das neue Stück ein", erläutert der erfahrene Volksschauspieler. Zehn Mitglieder zählt die Truppe derzeit. Auch 2017 soll wieder ein plattdeutsches Theaterstück bei den Dorfabenden aufgeführt werden.

Zum Auftakt ehrte Bürgermeister Claus Fahrenkrog Bernd Tensfeld für seine zehnjährige Arbeit als Gemeindevertreter. Stefan Möhnsen wurde für zwölf Jahre gedankt, in denen er den Wassersportverein Groß Niendorf als Vorsitzender leitet. Er leiste "eine besonders gute Jugendarbeit", lobte der Bürgermeister.

Im Zentrum aller drei Abende stand jeweils das plattdeutsche Theaterstück "Mien Fro, Mien Hobby un ik". Es unterhielt drei Mal jeweils 90 Besucher im ausverkauften Saal. Die Laienschauspieler karikierten den Alltag einer ganz normalen Familie in einem ganz normalen Dorf: Anton Kopp (Manuel Hamdorf) geht bald in Rente und seine Helga (Andrea Spiwek-Viebke) will unbedingt, dass er sich ein Hobby sucht, weniger Bier trinkt und mehr Salat isst. Als Helga ihren Gatten dann auf sein Bierbäuchlein aufmerksam macht, weiß dieser zu kontern: "Dat is keen Beerbuk, dat sün Blähungen vun dien Grönfutter!" Die Zuschauer lachten und applaudierten. Töchterchen Sophie (Dörte Bruhn) sitzt ewig zwischen den Stühlen und hält mal zu Papa und mal zu Mama.

Eine Verwechslung weckt den Verdacht, Anton sei zum Internet-Gigolo geworden und sei hinter Helgas Freundin Berta Brede (Heidlind Meins) her. Um den Fall aufzuklären, erscheinen Kommissar Andreas Brahms (Friedrich Hamburg) und sein Assistent Harry Heinemann (Stefan Kröger) auf der Bildfläche. Wirken die beiden zunächst dank ihres komödiantischen Talents als stotternder Assistent und leicht tüdeliger Kommissar unfähig, den Fall aufzuklären, wird das Stück letztlich sogar zum Mitratekrimi, bei dem Friedrich Hamburg in seiner Rolle als Ermittler auch das Publikum nach Lösungsmöglichkeiten befragt. Die Zuschauer dankten ihm und seiner Theatergruppe mit minutenlangem Applaus.

Segeberger ZeitungArtikel und Foto von Andreas Wicht am 04. April 2016, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

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