Chronik

Die Geschichte des Gemischten Chores zum Gausängerfest am 2. Juni 1996

Unser Ehrenmitglied Bruno Hinst - von vielen "Onkel Bruno" genannt - ist Mitbegründer des Gemischten Chors Groß Niendorf. So konnte er schon vor einigen Jahren zum Ge1ingen der Chorchronik beitragen. Viele Geschichten kann Herr Hlnst zum Besten geben. Mit Leib und Seele war er Sänger. 1984 schied er im Alter von 82 Jahren aus und war über 60 Jahre aktiver Sänger. Die Chorkasse hat er 56 Jahre verwaltet! Dem Chor ist er heute noch sehr verbunden.

Die älteste Einwohnerin Groß Niendorfs, Frau Anni Sorgenfrei, ist ebenfalls Mitbegründerin unseres Chores. Im Februar des Jahres feierte sie ihren 101. Geburtstag.

Schon vor dem ersten Weltkrieg wurde in unserem kleinen Dorf fleißig gesungen und Hausmusikabende veranstaltet. Der Erste Weltkrieg beendet vorerst die Pflege der Musik.

Bald nach dem Krieg erwachte das kulturelle Leben wieder in unserem Dorf, und die Idee wurde geboren, einen Chor zu gründen. Lehrer Seismann erklärte sich bereit, die Leitung des Chores zu übernehmen, und so wurde am 28. Januar 1924 der Gemischte Chor Groß Niendorf gegründet. 25 aktive ttnd 20 passive Mitglieder traten dem Chor bei. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fritz Beckmann gewählt. "Nun leb wohl du kleine Gasse" wurde zuerst eingeübt und noch heute singen wir dieses Lied sehr gern. Im Jahre 1928 wurde Lehrer Seismann versetzt und Junglehrer Rühmann übernahm für ein Jahr die Leitung des Chores. Bis 1936 hatte Hans Kabel "dieses Amt" inne.

In den Gauverband "Ländlicher Gesangvereine Mittelholsteins" trat der Chor 1928 ein. Ein großes Ereignis war mit Sicherheit die Bannerweihe am 11. Mai 1930.

Das erste Gausängerfest richtete der Chor am 1. Juli 1931 aus. Ein Ereignis, wie es unser kleines Dorf noch nicht erlebt hatte. Damals fanden solche Feste unter freiem Himmel statt. Als Hans Kabel 1936 starb, nahm Gustav Frank (ebenfalls Lehrer) den Takt-(Dirigenten)-stock in die Hand.

Während des Krieges und in den Jahren danach ruhte das Singen. Hauptsächlich Bruno Hinst ist es zu verdanken, daß sich im März 1949 wieder 25 Sängerinnen und Sänger zusammenfanden, um die Chorarbeit und das Vereinsleben fortzusetzen. In Groß Niendorf sollte wieder gesungen werden. Mit Lehrer Wilhelm Hinz als Chorleiter wollte man einen Neubeginn wagen. Die übungsabende fanden in Rickerts Gasthof statt. Während der Wintermonate mußte die Feuerung mitgebracht werden. In der heutigen Zeit ein unvorstellbarer Gedanke.

1953 verließ Lehrer Hinz unsere Schule, doch es konnte mit Lehrer Walter Baumann, der schon seit 1951 mitsang, schnell Ersatz gefunden werden. Bis 1979 - also über 25 Jahre - dirigierte er unseren Chor.

Nach Herrn Baumanns Ausscheiden übernahm Claus-Jürgen Scheel 1979 die Leitung des Chores. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte kein Lehrer! Der neue Chorleiter sorgte für "frischen Wind", und so konnten auch jüngere Sängerinnen und Sänger gewonnen werden.

Der 70. Geburtstag des Chores wurde 1994 im kleinen Kreis und innerhalb des Chores gefeiert. In den zurückliegenden Jahren beteiligte sich der Chor an vielen Veranstaltungen bzw. war selbst Ausrichter vieler Feste. Herausragendste Ereignisse waren mit Sicherheit die Gausängerfeste in den Jahren 1934, 1957, 1969 und 1981. Das letzte Gausängeriest ist uns allen noch in guter Erinnerung, und wir hoffen, daß auch das 5. Gausängerfest in unserem Dorf harmonisch verläuft.

Eine liebgewordene Einrichtung ist das jährlich stattfindende "Kleine Sängerfest" mit den Chören aus Bebensee, Kükels, Leezen und Todesfelde. Die Idee des ehemaligen Chorleiters aus Kükels, Konrad Jansen, lebt fort. Der Gesang steht natürlich an erster Stelle, doch die Geselligkeit wird gerade bei diesem Fest sehr gepflegt.

Vereinsleben wird in Groß Niendorf groß geschrieben und so ist es selbstverständlich, daß der Chor sämtliche Veranstaltungen (ob für die Gemeinde oder andere Vereine) unterstützt. Wie andere Chöre haben auch wir Nachwuchssorgen und es wäre sehr schön, wenn wir Unterstützung durch jüngere Sängerinnen und Sänger erhalten. Vielleicht trägt ja dieses Gausängerfest dazu bei, daß viele junge Leute Freude am Gesang finden. Wir würden uns sehr freuen, denn "wo man singt, da laß Dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder".

(aktuell bis 01.06.1996 - der Artikel wurde 2051 x aufgerufen)


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Holger Bischoff

 

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