Segeberger Zeitung

Gelungener Dorfabend mit Musik und plattdeutscher Komödie (29.03.2010)

Groß Niendorf (hdb) - An drei Tagen konnten die Groß Niendorfer fröhliche und gelungene Dorfabende im Saal von Rickert's Gasthof verbringen. „Wir hatten wieder tollen Zuspruch bei der traditionellen Veranstaltung", freute sich Christel Fahrenkrog. Schnell waren die insgesamt knapp 300 Eintrittskarten vergriffen.

Die Kulturausschuss-Vorsitzende organisiert gemeinsam mit ihren Mitstreitern diese Festreihe, die seit über 25 Jahren zum kulturellen Leben der Gemeinde gehört. Bevor sich am Eröffnungsabend das Publikum über die von der Groß Niendorfer Theatergruppe gespielte plattdeutsche Komödie „Filou blifft Filou" amüsieren konnte, ehrte Bürgermeister Claus Fahrenkrog noch vier Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde.

Marita Wagner und Peter Ehlers können auf zwanzig Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Gemeindevertreter und gleichzeitig langjährige Arbeit als Ausschussvorsitzende zurückblicken. Ute und Jürgen Fahrenkrog wurden für ihre rund 30-jährige Betreuung des Luftgewehr-Stands beim Vogelschießen ausgezeichnet. Alle Vier er hielten als Dank Vasen mit den Insignien ihrer Heimatgemeinde.

Höhepunkte der drei Tage waren jeweils die Auftritte der Groß Niendorfer Theatergruppe unter der Leitung von Friedrich Hamburg. Er spielte als Heiratsvermittler Waldemar Möller auch die Hauptrolle. „Seit Januar sind wir zweimal wöchentlich mit dem Stück beschäftigt gewesen. Nach einer nicht ganz gelungenen Generalprobe habe ich eigentlich mit mehr Hängern gerechnet", erklärte Hamburg. Er hatte die Komödie von Claus Woberg passend für die Niendorfer umgeschrieben.

Zur Handlung: Waldemar Möller führt ein Heiratsbüro, allerdings hat er nur einen einzigen Heiratswilligen in der Kartei, seinen Vetter August (Klaus Wagner). Amanda (Dörte Bruhn), selbst auf Bräutigamsschau, durchschaut den Schwindel. Zum Glück sucht gerade Jungbauer Jochen (Stefan Kröger) eine Frau. Und auch der etwas dümmliche Einzelhändler Otto (Dirk Bröcker), der seine resolute Ehefrau Olga (An drea Spiwek-Vibke) gegen eine neue tauschen möchte, mischt mit. Hoferbin Inge (Jasmine Wrage) ist ebenfalls auf Mannsuche. Sie alle versucht Waldemar Möller zusammenzubringen - gegen viel Geld natürlich.

Es kommt alles anders und natürlich zu einem Happy End - Lacher und Szenenapplaus des Publikums brandeten immer wieder auf. Gekonnt wurden alle Textklippen umschifft, so dass die „Toschnackerin" Hildegard Hildebrandt kaum Arbeit hatte. Der Schlussbeifall zog sich über mehrere Vorhänge hin, für den sich die Darsteller bedankten.

Christel Fahrenkrog freute sich über den guten Besuch: „Die Eintrittsgelder in Höhe von rund 800 Euro kommen je zur Hälfte dem Kulturausschuss für dessen Veranstaltungen und der Theatergruppe zu Gute." Während der Ausschuss noch über die Verwendung entscheiden muss, plant Friedrich Hamburg mit dem Geld eine Theaterausfahrt - sozusagen als Fortbildung für die insgesamt elf Akteure.

Segeberger ZeitungArtikel vom 29. März 2010, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

Foto: hdb

(aktuell bis 29.03.2010 - der Artikel wurde 1360 x aufgerufen)


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