Segeberger Zeitung

Viel Spielwitz in Niendörp - Dorfabend mit Laientheater kam gut an (27.03.2007)

Groß Niendorf (bhg) - Nach "Niendörp" verlegten die Laienspieler ihre plattdeutsche Komödie "Blickschaden". Sie hatte nicht mit eingeschränkter Sehfähigkeit zu tun, wie ein Hochdeutscher vermuten könnte, sondern mit einem Blechschaden am pingelig gepflegten Mercedes von Bauer Teedje Roggenkamp. Gleich drei Mal am Wochenende brachten die sieben Darsteller den Schwank auf die Bühne von Rickerts Gasthof und ernteten viele Lacher.

Bei der Premiere kicherten besonders die Kinder in der ersten Reihe über Bauernsohn Bernd, den Stefan Kröger darstellte. Krögers Tochter Laura Felin (10) und ihrem Cousin Niklas Göttsch (9) gefiel die Aufführung gut.

Spielwitz und -freude strahlten alle Akteure in dem über zwei Stunden dauernden Stück aus. Die Verwechslungskomödie in Ohnsorg-Manier aus der Feder von Hans Gnant, übersetzt von Arthur Speck, ließ den Darstellern viel Raum, sich zu entfalten.

Bauer Teedje (Friedrich Hamburg) beschädigte seinen wie einen Augapfel gehüteten Mercedes und wollte das Malheur vor seiner Frau Hille (Heidlind Meins) nicht zugeben. Immer hatte er sie mit guten Ratschlägen für unfallfreies Fahren genervt. Für seine Wunde und den blauen Fleck am Schädel erfand er mit seinem Freund Carsten Glüsing (Klaus Wagner) diverse Ausreden.

Das Auto sollte noch in der Nacht verschwinden. Doch Hille fuhr am Abend noch heimlich mit dem schon demolierten Wagen und baute ihrerseits einen Unfall. Nun dachte sie, sie sei an dem "Blickschaden" Schuld und ließ den Wagen heimlich austauschen.

Autoschlosser Lüder Bloom (Dirk Bröcker) half, nicht ganz uneigennützig, denn er wollte seine ehemalige Geliebte, Hilles Schwester (Beate Eichler-Greve), wieder gewinnen.

Teedje fand daraufhin seinen Wagen zu seiner überraschung ohne einen Kratzer in der Garage. Und die schmucke junge Anhalterin (Jessice Wrage), wegen der er von der Fahrbahn abgekommen war, tauchte auch noch in seinem Haus auf. Am Ende fand jeder Topf zu seinem Deckel. Zerstrittene versöhnten sich und Paare fanden in Liebe zueinander.

Den Dorfabend, in dessen Rahmen das Stück aufgeführt wurde, nutzte Bürgermeister Hans-Heinrich Meins, um sich bei Marita Wagner für 16 Jahre Vorsitz im Kulturausschuss zu bedanken. Sie erhielt einen Gutschein für ein Abendessen. Im vorigen Jahr hatte sie sich von dem Amt zurückgezogen, ihr Vorgänger löste sie ab. Friedrich Hamburg, Chef der Theatergruppe, ist nun wieder Vorsitzender. Meins meinte launig, diese Art Wechsel könnte Tradition werden.

Segeberger ZeitungArtikel in der Segeberger Zeitung am 27.03.2007

(aktuell bis 27.03.2007 - der Artikel wurde 1348 x aufgerufen)


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Holger Bischoff

 

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