LGN

Wählergemeinschaft "Lebenswertes Groß Niendorf" (LGN) - Wahlzettel 1

Liebe Groß Niendorfer/innen,

wir leben in einem schönen Dorf. Umgeben von Natur. Im Osten stehen auf Tralauer Gebiet zwar vier Windräder. Aber der Abstand zur Wohnbebauung "Am Wiesengrund" beträgt zwischen 1600 und 2200 Metern. Von ihnen geht deshalb keine wesentliche Beeinträchtigung der Wohn- und Lebensqualität in Groß Niendorf aus.

Jetzt kommt allerdings auf Groß Niendorf etwas zu, was die Lebensverhältnisse für Jahrzehnte massiv verändern und verschlechtern kann: der geplante Bau von 150 Meter hohen, nachts mit Rotlicht befeuerten Mega-Windkraftanlagen in einem Abstand von nur 800 Metern (!) zur Wohnbebauung. Der Rotordurchmesser soll unfassbare 112 Meter betragen (das ist ungefähr so groß wie die gesamte Fläche der Wohnbebauung "Am Wiesengrund").

Was sind die Hintergründe?

Die Landesregierung möchte die erneuerbaren Energien ausbauen. Dazu sind zwei Dinge erforderlich: 1. die Ausweisung von Flächen durch die Landesregierung als Windeignungsgebiet (1. Stufe) und 2. die Genehmigung des Baus von Windkraftanlagen durch das zuständige Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume – LLUR (2. Stufe).

Die 1. Stufe (Ausweisung von Windeignungsgebieten im Rahmen der sog. Regionalplanung für Schleswig-Holstein) ist bereits 2009 angelaufen. Allerdings sah der Plan ursprünglich keine Windeignungsflächen in Groß Niendorf vor. Die Landesregierung war zusammen mit dem Kreis Bad Segeberg der zutreffenden Ansicht, dass Groß Niendorf wegen der erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes nicht für Windkraftanlagen geeignet ist.

Doch die Gemeindevertretung (AWGN, GNUW und AKPV) sah das anders. Sie legte Widerspruch ein und forderte in engem Schulterschluss mit der Firma Windkraft Nord AG (WKN AG) aus Husum die Anerkennung der Groß Niendorfer Fläche als Windeignungsgebiet.

Mit Erfolg. Die im Osten von Groß Niendorf gelegene Fläche (ca. 38 ha) wurde vom Land mit Wirkung ab 18.12.2012 als Windeignungsfläche ausgewiesen. Allerdings wurde ein sog. "Artenschutzrechtlicher Vorbehalt" festgelegt. Das heißt: es ist in der 2. Stufe (Genehmigungsverfahren) zu prüfen, ob durch den Bau und Betrieb von Windkraftanlagen besonders geschützte Vögel und Fledermäuse gefährdet werden.

Damit ist zwar die 1. Stufe des Gesamtverfahrens abgeschlossen, nicht aber die viel wichtigere 2. Stufe. Die ist jetzt angelaufen, weil die Firma WKN AG inzwischen beim Landesamt (LLUR) einen Antrag auf Genehmigung des Baus von drei Mega-Windkraftanlagen eingereicht hat. Eine Genehmigung darf allerdings nur dann erteilt werden, wenn "schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit und die Nachbarschaft nicht hervorgerufen werden können" (§§ 5, 6 Bundesimmissionsschutzgesetz). Dazu befragt das LLUR alle möglichen Stellen (u.a. Untere Naturschutzbehörde und Baubehörde des Kreises Segeberg, Luftfahrtbehörde, usw.), ob es Einwände gegen den Bau gibt. Ein wichtiger Punkt ist der Schutz von Vögeln und Fledermäusen ("Artenschutzrechtlicher Vorbehalt"). Weil es in unserem Gebiet nachweislich u.a. Seeadler, Rotmilane, Kraniche und Fledermäuse gibt, gehen wir davon aus, dass der von der Firma WKN AG eingereichte Antrag auf Baugenehmigung abgelehnt wird.

Wir werden alles daran setzen, dass die Genehmigung nicht erteilt wird.

Außerdem wollen wir das Thema "Windpark" zum Gegenstand eines "Bürgerbegehrens und Bürgerentscheids" machen. Hierzu finden gerade Gespräche mit der Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg statt.

Und: wir haben eine neue Wählergemeinschaft gegründet – die LGN "Lebenswertes Groß Niendorf".

Wir sind der Auffassung, dass die Gemeindevertretung die Groß Niendorfer/innen nicht ausreichend über das Windkraftprojekt informiert hat. Und schon gar nicht wurden die Bürger/innen befragt! Es gab zwar eine Einladung zu einer Einwohnerversammlung am 7.6.2012 (mit etwa 20 Teilnehmern/innen). Aber dort wurden vor allem die (angeblichen) finanziellen Vorteile eines "Bürgerwindrades" in den Vordergrund gestellt und weniger die mit den Mega-Windkraftanlagen verbundenen Beeinträchtigungen der Bevölkerung.

Und dann kam die Einwohnersammlung am 28.2.2013, in der es allein um die Beteiligung am Bürgerwindrad gehen sollte. Hier erst wurde vielen bewusst, was da auf die Groß Niendorfer/innen zukommt.

Wir möchten, dass in Zukunft die Groß Niendorfer/innen in wichtige Entscheidungen der Gemeindevertretung eingebunden werden. Dabei steht das Wohl der Bürger/innen an erster Stelle. Um das zu ermöglichen, treten wir zur Gemeindewahl am 26.5.2013 als Wählergemeinschaft "Lebenswertes Groß Niendorf (LGN)" an.

Hier sind unsere Direktkandidaten/innen:

Von links: Martina Beckmann, Dirk Dombrowski, Rüdiger Döll, Hans-Jürgen Stein, Maren Schacht

Wir bitten Sie am 26.5.2013 um Ihre Stimme.

Telefonische Ansprechpartner sind: Hans-Jürgen Stein, 04552 / 1348 und Rüdiger Döll, 04552 / 9837.

V.i.S.d.P.: Dirk Dombrowski, Oldesloer Str. 16, 23816 Groß Niendorf; www.LGN-grossniendorf.de

(aktuell bis 24.04.2013 - der Artikel wurde 3344 x aufgerufen)


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Holger Bischoff

 

Unser Wappen

Wappen

Wappenbeschreibung

In Silber ein blauer Wellenbalken und Bauernhaus mit Pferdeköpfen, roter Mauer und Fachwerk. Darunter ein Birkhahn mit schwarzem Gefieder, silbernen Schwanzfedern und roter Kopfzeichnung.

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