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Un wat is nu twischendörch passeert? - Flugblatt der Wählergemeinschaft LGN

Liebe Groß Niendorfer/innen,

„... un wat is nu twischendörch passeert?“ wurden wir gefragt. Die Wahlen sind nun schon seit einem Monat vorbei. Die LGN wurde mit 26,6 % der Stimmen gewählt und konnte mit drei Vertretern in den Gemeinderat einziehen.

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen!

Unser Kandidat Rüdiger Döll wurde 1. stellvertretender Bürgermeister und ist im Bau- und Wegeausschuss tätig.

Dirk Dombrowski ist Vorsitzender im Finanzausschuss.

Martina Beckmann ist Mitglied im Sport- und Kulturausschuss.

Sie wird sich beispielswiese dafür einsetzen, dass die Gemeinde im Herbst einen Pflanzen-Tauschmarkt veranstaltet. Der Erlös soll dem Dorf-Kindergarten gespendet werden. Auch eine Ideen-Börse möchte sie einrichten.

Trotz der Tatsache, dass sich die LGN mit drei Sitzen in der Minderheit befindet, wird sie die Arbeit der Gemeindevertretung mit konstruktiven Vorschlägen begleiten. Wir bitten Sie, die LGN-Gemeindevertreter mit Informationen und Anregungen zu unterstützen.

Rüdiger Döll: 04552 / 9837; Dirk Dombrowski: 04552 / 993 78 00; Martina Beckmann: 04552 /1713.

„... un wat is nu mit dat Bürgerbegehren?“

- An Pfingsten (19/20.5.2013) haben wir innerhalb von zwei Tagen mehr als 140 Unterschriften gesammelt. Die Unterzeichner möchten, dass zu der Frage “Sind Sie dafür, dass die Gemeinde das Einvernehmen zum Bau der geplanten Windräder verweigert, wenn ....“ ein Bürgerentscheid durchgeführt wird.

- Zurzeit liegt das Bürgerbegehren bei der Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg. Laut Gesetz kann ein Bürgerentscheid nur durchgeführt werden, wenn die Kommunalaufsicht das Bürgerbegehren für zulässig erklärt. Ursprünglich hat uns die Kommunalaufsicht die Zulässigkeit bestätigt. Inzwischen hat die Kommunalaufsicht rechtliche Bedenken gegen das Bürgerbegehren geäußert.

Hintergrund: Bürgermeister Fahrenkrog hat kurz nach Bekanntwerden des Bürgerbegehrens das Einvernehmen der Gemeinde erklärt. Damit hat er – so die Rechtsauffassung der Kommunalaufsicht - das angelaufene Bürgerbegehren zu Fall gebracht. Offensichtlich sollte verhindert werden, dass die Groß Niendorfer/innen über das Thema “Windpark” entscheiden. Ein seltsames Demokratieverständnis!

“Un so lööpt dat wieder...”: sobald uns der Bescheid der Kommunalaufsicht vorliegt, werden wir darüber auf unserer Website (www.LGN-grossniendorf.de) informieren. Dort ist der Schriftverkehr mit der Kommunalaufsicht abgebildet.

„... un is nu de Bau von de Windräder genehmigt oder wat?“

- Der Bauantrag der „WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG“ wurde am 8.3.2013 ausgefertigt und beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) eingereicht.

- Die von uns beanstandeten Ungereimtheiten (u.a. falsche Höhenangabe, zu geringe Abstände zur Wohnbebauung) sollen inzwischen korrigiert sein. Einige bislang noch fehlende Unterlagen wurden von WKN nachgereicht (z.B. der sog. Landespflegerische Begleitplan).

- Es fehlt allerdings immer noch das sog. artenschutzrechtliche Fachgutachten zur Gefährdung von Großvögeln und Fledermäusen. Nach wie vor ist offen, ob der unstrittig im 3-km-Abstand zu den geplanten Windkraftanlagen befindliche Seeadlerhorst und die in unserem Bereich heimischen Rotmilane und Kraniche den Bau der Windkraftanlagen verhindern. Zu den Anforderungen an das „Seeadlergutachten“ gibt es seit kurzem einen neuen Erlass des Energiewende- und Umweltministers Habeck www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag22597.html

“Un so lööpt dat wieder...”: wir beobachten und dokumentieren seit einiger Zeit den Vogelflug von Seeadlern, Rotmilanen und Kranichen. Das “kritische” Gebiet wird von diesen besonders geschützten Vögeln immer mal wieder aufgesucht, so dass es zu Gefährdungen durch die geplanten Anlagen kommen wird. Machen Sie mit bei den Vogelsichtungen und melden Sie diese an uns (z.B. an Presse@LGN.de).

„...wat is denn nu mit dat Bürgerwindrad? Kummt de 900.000 tosamen?“

Ende Mai fand auf Einladung des Bürgermeisters ein Treffen von „Beteiligungsinteressen/innen“, Vertretern der Windkraft Nord (WKN), von der Landwirtschaftskammer und dem Genossenschaftsverband statt. Wir haben an dieser Veranstaltung teilgenommen. WKN stellte ein Windgutachten vor und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Dann meldeten sich die Vertreter der Landwirtschaftskammer und der Genossenschaftsverband zu Wort.

Das Ergebnis war erschütternd. Sie zogen die Wirtschaftlichkeit der Windräder stark in Zweifel. Zu hohe Preise der Anlagen, zu hohe Betriebs- und Wartungskosten, mittelmäßige Windverhältnisse, schlechte Rendite. Der Vertreter des Genossenschaftsverbands riet dringend von einer Investition in das Bürgerwindrad ab! Dafür erhielt er viel Beifall. Nichts desto trotz wurde am Ende der Veranstaltung eine „Arbeitsgruppe“ gebildet mit dem Ziel, WKN „herunter zu verhandeln“. Ein Mitglied der LGN begleitet diese Verhandlungen.

“Un so lööpt dat wieder...”: wenn das Ergebnis der Verhandlungen feststeht, werden wir uns dazu äußern. Wir fragen uns natürlich aber schon jetzt: warum bloß will man das „schöne Groß Niendorf“ mit Windindustrieanlagen verunstalten, wenn zur Zeit alles dafür spricht, dass sich das Projekt „nicht rechnet“ und somit die Aussicht, Gewerbesteuer zu erzielen, eher gering ist.

„... un wat is nu mit dat Breitband?“

Es gibt nach dem heutigen Stand zwei ernstzunehmende Anbieter für eine Breitbandversorgung in Groß Niendorf: 1. Stadtwerke Neumünster und 2. „Unser Ortsnetz“.

Beide Anbieter haben ihre Konzepte und Angebote vorgestellt (die Stadtwerke Neumünster am 13.6.2013 während der öffentlichen konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung und „Unser Ortsnetz“ in einer gesonderten Veranstaltung am 20.6.2013, zu der nur die Gemeindevertreter eingeladen wurden).

Beide Anbieter haben aus unserer Sicht schlüssige Präsentationen vorgetragen. Im Vergleich haben die jeweiligen Konzepte unterschiedliche Vorzüge und auch Nachteile. Eine Entscheidung, mit welchem Anbieter Groß Niendorf die Versorgung umsetzen möchte, fällt vermutlich im Laufe dieses Jahres. Der Beginn der Versorgung könnte im Frühjahr 2014 liegen. Voraussetzung dafür ist, dass ausreichend viele Haushalte (ca. 60%) Verträge mit dem ausgewählten Anbieter abschließen.

Wir finden, dass sich die Gemeindevertretung zur besseren Vorbereitung ihrer Entscheidung und wegen der intensiveren Beteiligung der Bürger durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus 5 bis 6 sachkundigen Groß Niendorfern, hätte unterstützen lassen können. Leider wurde unser Vorschlag von den Gemeindevertretern der AWGN, GNUW und AKPV abgelehnt.

„... seggt mol, löögt ji?“

Der Bürgermeister behauptet das. Er hat in der Segeberger Zeitung vom 15.6.2013 gesagt: „... Von der neugegründeten Wählergemeinschaft LGN sind aus unserer Sicht vor allen Dingen in Bezug auf künftige Windenergieanlagen auf dem Gemeindegebiet Unwahrheiten und Unterstellungen verbreitet worden. Dies ging unter die Gürtellinie.“

Unsere Aufforderung per Mail, seine Behauptung zu präzisieren, hat er wie folgt beantwortet: „Der Wortlaut in dem besagten Artikel der SZ gibt den Inhalt eines Gespräches mit der SZ wieder. Im Übrigen wird dieser Inhalt von allen Gemeindevertretern der letzten Legislaturperiode mitgetragen und viele Bürger in unserer Gemeinde sehen es genauso. Ich bitte darum, mich von Mails dieser Art in Zukunft zu verschonen.“

Wir weisen die Verleumdung des Bürgermeisters mit Nachdruck zurück. Wir haben keine Unwahrheiten und Unterstellungen verbreitet. Unsere Aussagen haben wir stets mit umfangreichem Material belegt, nachzulesen auf unserer website (www.LGN-grossniendorf.de). Bilden Sie sich ein eigenes Urteil. Wir fordern den Bürgermeister zu mehr Sachlichkeit auf.

Fazit: die Arbeit der LGN in der neuen Gemeindevertretung wird nicht einfach sein. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung. Wir werden unsere und Ihre Vorschläge in die Gemeindevertretung einbringen und über das Ergebnis informieren. Schon jetzt laden wir ein zu einem Bürgertreff am Donnerstag, den 5.9.2013 um 20:00 Uhr in Rickert´s Gasthof.

Wir stellen uns Ihren Fragen!

Groß Niendorf, den 28.6.2013; v.i.S.d.P.: Dirk Dombrowski, Oldesloer Str. 16, 23816 Groß Niendorf

(aktuell bis 01.07.2013 - der Artikel wurde 3361 x aufgerufen)


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Rechtliche Hinweise

Die Webseite wurde von mir als Journalist im Jahr 2001 entworfen und online gestellt. Es bestand großer Bedarf an Informationen über den berühmten, im Dorf geborenen Maler Christian Rohlfs. Eine offizielle Webseite für Groß Niendorf war noch nicht in Sicht. Heute betrachtet die Gemeinde sie gern als offizielle Homepage des Dorfes. - Alle Fotos dienen nur Informationzwecken und werden nicht gewerblich genutzt.

Holger Bischoff


 

Unser Wappen

Wappen

Wappenbeschreibung

In Silber ein blauer Wellenbalken und Bauernhaus mit Pferdeköpfen, roter Mauer und Fachwerk. Darunter ein Birkhahn mit schwarzem Gefieder, silbernen Schwanzfedern und roter Kopfzeichnung.

Flagge

2017 erhielt Groß Niendorf eine eigene offizielle Flagge.

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