Lübecker Nachrichten

Wenig Fragen zum Trassenverlauf (14.01.2015)

Kreis Segeberg (spr) - Groß war der Aufwand, den die Planer, die Netzbetreiberfirma Tennet und das Landesumweltministerium betrieben: Mit vielen Experten rückten sie zu einer Informationsveranstaltung in Bad Segebergs Tribüne an, um über mögliche Trassen für eine neue 380-Kilovolt-Freileitung zwischen Lübeck und der Achse Norderstedt / Bad Bramstedt zu sprechen. Die knapp hundert Besucher erfuhren viele Details zu einem Bau. Über Knackpunkte wurde wenig diskutiert.

Da war zum Beispiel die Frage, welche denn die derzeit favorisierte Trasse sei. Das zu beantworten sei zu früh, sagten die Planer. Bisher hätten sich drei konfliktärmste Varianten herauskristallisiert: An der A20 bei Bad Segeberg, an der bisherigen 220-kV-Leitung im Südosten des Kreises Segeberg und eine in Stormarn. Nur auf einer der kurz an die Leinwand projizierten Karten erfuhren die Besucher eher nebenbei, dass die Mitteltrasse an der 220-kV-Leitung wohl der Favorit ist.

Bis Mitte März könnten Bürger Trassenvorschläge einreichen, bot Leitungs-Planer Uwe Herrmann an, der für Tennet die Entwürfe erarbeitet. Es würde die konfliktärmste Trasse für Mensch und Natur gewählt, die zugleich wirtschaftlich sei.

Auch sonst gaben sich die Experten offen für Vorschläge. Schließlich sei das der Sinn des Verfahrens, hatte das Umweltministerium betont. Noch vor dem Planfeststellungsverfahren wollte es die Bürger informieren und Anregungen einholen ...

Fragen stellten die Bürger weniger zu den Trassen. Sie wollten allgemeine Informationen ... Die bestehende 220-kV- zur 380-kV-Leitung aufzurüsten, sei technisch nicht möglich, sagte Schmidt. Sollte die 220-kV-Trasse als Linie für die 380-kV-Leitung gewählt werden, würde sie 60 Meter neben der 220-KV-Leitung gebaut, aber nicht auf ganzer Strecke parallel. "Der neue Verlauf würde sich unterscheiden."

... "Erdverkabelung sei technisch derzeit nicht möglich", erklärte Tobias Goldschmidt vom Umweltministerium ...

Dirk Dombrowski aus Groß Niendorf prangerte an, Schleswig-Holstein wolle zum Großexporteur von Windstrom werden. "Das Land wird verindustrialisiert." Erschrocken waren Besucher, dass keine Mindestabstände zu Bebauung einzuhalten seien wie bei Windenergieanlagen.

Weitere Bürgerdialoge zum Bau der neuen 380000-Volt-Freileitung sind geplant: am Mittwoch, 22. April 2015, werden die Ergebnisse von insgesamt neun Bürgerdialogen in Segeberg / Stormarn in einer Konferenz in der Festhalle Bad Oldesloe ausgewertet. Dann beginnt die Feinplanung. Mitte 2016 beginnt das Planfeststellungsverfahren, dann mit rechtswirksamen Einspruchsmöglichkeiten für Bürger. Ab Frühling 2018 wird die Freileitung gebaut.

Lübecker Nachrichten

Der Artikel vom 30.10.2014 und wurde von Gerrit Sponholz verfasst, der auch fotografierte. Mit freundlicher Genehmigung der Lübecker Nachrichten

(aktuell bis 14.01.2015 - der Artikel wurde 3243 x aufgerufen)


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