Segeberger Zeitung

Gutachten zu Windanlagen umstritten (19.09.2015)

Mehrheit in der Gemeindevertretung Groß Niendorf für den Bau

Groß Niendorf (pks) - Dem Bauantrag der Windkraft Nord (WKN) über die Errichtung von drei 150 Meter hohen Windkraftanlagen stimmte die Gemeindevertretung mehrheitlich zu. Das Gutachten dazu war während der Sitzung am Donnerstagabend in Rickerts Gasthof umstritten.

Bürgermeister Claus Fahrenkrog wird die Bestätigung des gemeindlichen Einvernehmens allerdings nicht vor dem 24. September mit der Post auf den Weg bringen. Das entschieden die elf Gemeindevertreter einstimmig. Sie gehören vier Wählergemeinschaften an - AWGN (5 Sitze), LGN (3), GNUW (2) und AKPV (1).

Zuvor hatte Dirk Dombrowski (LGN) beantragt, alle Fakten und insbesondere das Gutachten der WKN noch einmal zu überprüfen. Die Gemeinde habe dafür durchaus eine eigene Kompetenz und sollte diese Möglichkeit auch wahrnehmen. Denn nach Meinung der LGN weist das Gutachten "schwerwiegende methodische und fachliche Fehler" auf, insbesondere das Artenschutzgutachten sei fehlerhaft und entspreche nicht den Tatsachen. Seine Wählergemeinschaft habe die Expertise zur Überprüfung an Fachbehörden geschickt, auf die Ergebnisse solle man doch warten, sagte Dmbrowski.

Bürgermeister Fahrenkrog (AWGN) entgegnete, das Gutachten sei von einem Fachinstitut erstellt worden, daher müsse er von der Richtigkeit der Ergebnisse ausgehen. Die Vogelarten seien nicht so gefährdet wie Einwohner aus eigener Anschauung meinen.

Dombrowski bat darum, alles noch einmal zu überprüfen, auch die gesundheitliche Beeinträchtigimg für die Menschen durch Infraschall. Das sahen die acht anderen Gemeindevertreter zwar anders, dennoch bekommt die LGN die Möglichkeit, bis zum 24. September mit neuen Argumenten die Genehmigung des Bauantrages vielleicht noch zu verhindern. Über die Entschädigung in Form einer Pacht, die die WKN I der Gemeinde zahlen soll, weil der Rotor einer Windmühle über eine Gemeindestraße streift, soll eine Abordnung mit der Investorfirma verhandeln.

Foto (Patricia König): Die LGN-Gemeindevertreter (von links) Martina Beckmann, Rüdiger Doli und Dirk Dombrowski waren dagegen, das gemeindliche Einvernehmen zum Bau von drei Windkraftanlagen in Groß Niendorf herzustellen.

Segeberger ZeitungArtikel am 19. September 2015, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

(aktuell bis 19.09.2015 - der Artikel wurde 2265 x aufgerufen)


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