Freiwillige Feuerwehr

Wehrführer musste Tausende Kronkorken fegen (29.12.2015)

Groß Niendorf (hdb) - Sirenengeheul in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag schreckte die Groß Niendorfer auf. Das hatte seinen besonderen, wenn auch nicht dramatischen Grund. Es war keine Alarmierung für einen Noteinsatz, sondern Wehrführer Christian Stöhr feierte in seinen 30. Geburtstag hinein.

Der Lastwagen des ABC-Zuges, dem Stöhr ebenfalls angehört, brauste zum Feuerwehrhaus. Dort staunten die rund 200 Partygäste nicht schlecht, als die Kippvorrichtung am Lkw betätigt wurde und Tausende Kronkorken auf den Vorplatz vom Dörphus geschüttet wurden.

Stöhr, nach eigener Aussage der jüngste Wehrführer im Kreis Segeberg, sollte sie zusammenfegen. Diese Aufgabe erlegt ein Brauch Junggesellen an ihrem 30. Geburtstag auf. Sie müssen so lange fegen, bis eine Jungfrau sie freiküsst.

Doch ganz so einfach wurde es Stöhr nicht gemacht. Erst musste er in einen blauen Chemikalienschutzanzug schlüpfen, den einige umstehende Schaulustige auch als "Ganzkörper-Kondom" bezeichneten. Mit der ihm angebotenen Zahnbürste kam er beim Fegen natürlich nicht besonders schnell voran. Ein instabiler Besen half ihm ebenso wenig weiter. Zumal Stöhr zwischenzeitlich auch noch eine brennende Kerze mit Hilfe einer Mini-Spritze aus drei Meter Entfernung zu löschen hatte. Außerdem erschwerten ihm Umstehende die Arbeit, weil sie die Kronkorkenhäufchen gleich wieder zerstoben.

Erst mit einem richtigen Besen ging das Fegen dann schneller von der Hand. Erlöst wurde Stöhr erst nach einer Stunde. Eine in Feuerwehruniform gesteckte und nahezu vermummte "Annabella Hansen" küsste ihn frei. Welche Frau sich hinter Kostüm und Kunstnamen verbarg, wurde nicht verraten.

In der zum Partyraum umgebauten Feuerwehrfahrzeughalle wartete auf Christian Stöhr zum Abschluss noch eine weitere Aufgabe. Er hatte 30 brennende Kerzen auf der dreistöckigen Geburtstagstorte auszupusten.

"Bei Scherzen mit anderen, besonders beim Fegen, war mein Bruder immer als einer der Ersten zur Stelle und machte jeden Schabernack mit. Jetzt hat es ihn selbst mal erwischt. Das finde ich gut", zeigte Schwester Pauline Stöhr, ebenfalls Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, wenig Mitleid.

Neben seiner zeitaufwendigen ehrenamtlichen Tätigkeit in der Feuerwehr hat sich Christian Stöhr vor drei Jahren als Meister im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau selbstständig gemacht. Da blieb für die Brautschau wenig Zeit, erklärte Mutter Kirsten Stöhr. "Mein Sohn hat sehr wenig Freizeit. Das Privatleben kommt schon etwas zu kurz." Doch Christian Stöhr lässt es weiter ruhig bei der Suche nach einer Partnerin angehen: "Wenn ich die Richtige gefunden habe, werde ich meine Zeit anders einteilen."

Foto (links): Wer mit 30 noch nicht verheiratet ist, muss an seinem runden Geburtstag zum Besen greifen und fegen. Damit war Groß Niendorfs Wehrführer Christian Stöhr gestern für rund eine Stunde beschäftigt. Foto (rechts): Die 30 Kerzen auf der dreistöckigen Geburtstagstorte blies Christian Stöhr aus.

Segeberger ZeitungArtikel und Fotos von Harald Becker am 28. Dezember 2015, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

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