Segeberger Zeitung

Gemeinde trennt sich von der Kita (28.03.2017)

Gemeinnützige Organisation könnte Groß Niendorfer Gemeindevertreter ablösen

Groß Niendorf (hdb) - Schon seit einiger Zeit gibt es Probleme bei Verwaltung und Führung der gemeindlichen Kindertagesstätte im Dörphus. Jetzt hat die Gemeindevertretung die Notbremse gezogen. Sie will die Trägerschaft an einen externen Dienstleister abgeben. Eine gemeinnützige Organisation könnte die Trägerschaft übernehmen.

Die Entscheidungswege über die Gemeindevertretung und auch die damit verbundene, ehrenamtlich getragene Verantwortung seien zeitlich nicht mehr darzustellen, meint die große Mehrheit der Gemeindevertreter. Mit 10 zu 1 Stimmen wurde die Abgabe der Trägerschaft beschlossen. Das DRK und die Johanniter Unfallhilfe stehen ab August diesen Jahres als aussichtsreichste Anwärter dafür zur Debatte. "Es werden demnächst die finalen Gespräche hierzu geführt, um den Kommunalpolitikern einen neuen Kita-Träger zur Entscheidung vorlegen zu können", berichtet Amtsmitarbeiter Marco Fritzsche, der das Sitzungsprotokoll führte. Die Bewerber hätten bekundet, dass alle Mitarbeiter der Kita übernommen werden.

Neuer Zaun

Der Kinderspielplatz am Dörphus auf dem Christian-Rohlfs-Platz wird eingezäunt. Die 60 Meter Zaun werden rund 4000 Euro kosten. Der am Rand des Platzes gelegene Wald wird demnächst durchforstet. So soll das Gelände, in dem vor einiger Zeit ein Naturlehrpfad angelegt wurde, für Spaziergänger besser erreichbar sein.

Neue Bauplätze

Kreisplanerin Heike Jendmy stellte die Möglichkeiten vor, um neue Baugrundstücke ausweisen zu können. Die Landesplanung gesteht der Gemeinde ein Wachstum von 30 Wohneinheiten zu. Dafür wurde ein Flächenbedarf von 2,3 Hektar ermittelt. Mit den Eigentümern der als geeignet erachteten Flächen sollen demnächst Verhandlungen über den Verkauf geführt werden. Geplant sei, dass die Gemeinde die Ländereien kauft, erschließt und dann vermarktet. Doch bevor die ersten Bauwilligen ihre Häuser hochziehen können, wird noch viel Zeit vergehen. Bis zur Ausweisung von Baugebieten wird mit bis zu zwei Jahren Beratungs- und Planungszeit gerechnet. Als Grundlage wird die Gemeinde "schnellstmöglich" einen neuen Flächennutzungsplan ausarbeiten lassen, beschlossen die Gemeindevertreter.

Segeberger ZeitungArtikel von Harald Becker am 28. März 2017, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

(aktuell bis 28.03.2017 - der Artikel wurde 523 x aufgerufen)


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